Mehr als 2,2 Millionen Kinder arbeiten auf Kakao-Plantagen in der Elfenbeinküste und Ghana. Sein verquollenes Kindergesicht verrät: Mathis dürfte höchstens dreizehn sein. Nicht für die Kakaobauern der Elfenbeinküste - aber für die Exporteure, die Schoko-Industrie. Und es reicht auch nicht, wenn anderswo ein Hersteller in einer zertifizierten Plantage Kakao kauft, wo angeblich keine Kinder arbeiten. Zum Gespräch bei der nationalen Kommission gegen Kinderarbeit in Abidjan erscheinen zwei hochrangige Beamte. «Die Kinder können hier viel lernen.», Teilweise führt diese Sichtweise gar dazu, dass in Abrede gestellt wird, dass das Problem überhaupt existiert. Parkdirektor Abdoulaye Diarrasouba zeigt Luftbilder - doch die haben mit der Idylle nichts zu tun: Der Park ist umzingelt von Plantagen, soweit das Auge reicht. Es kommen immer mehr Migranten aus den Nachbarländern, aus Burkina Faso und Mali. Was läuft schief? Der Parkdirektor ist sicher: Ohne die Hilfe aus Deutschland wäre der Tai Park tot. Gelernt hat Suzanne Kabbani ihr Handwerk in Frankreich und Belgien, aber widmet es ganz ihrer Heimat - der Elfenbeinküste. Der Südwesten der Elfenbeinküste ist ein Friedhof der Tropenbäume. Nicht von den einheimischen Kakao-Funktionären, und auch nicht von den internationalen Konzernen. Große Schoko-Konzerne brauchen hochwertigen, zertifizierten Kakao. Grundvoraussetzung für eine Lösung bleibt ohnehin, dass ein gemeinsames Problemverständnis vorhanden ist. Die GIZ, die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, hat den Naturschutz in der Côte d'Ivoire auch während der schweren politischen Krisen der letzten Jahre unterstützt. Wenn die Plantagen einmal da sind, stören die Waldriesen - die wertvollen Iroko-Bäume. ", Kakao-Handel - Von Kinderarbeit und Zockern (Deutschlandfunk, Informationen am Morgen, 06.12.2014), Fair-Trade - Neues Label für Schoko-Produkte (Deutschlandfunk, Umwelt und Verbraucher, 27.05.2014), Blind für den Widerstand der Kolonisierten, Zwangsprostitution mithilfe von Voodoo-Zauber, "Wir sind in einem freien Land – da muss man keine Preise annehmen", Rassismus bei Hannah Arendt: Blind für Widerstand der Kolonisierten (Sendung), "Vom Leben der Häuser" Gespräch A. Schäfer und D. Nägelke (Feature), Laut UNHCR spielt sich in Burkina Faso die am schnellsten wachsende humanitäre Krise der Welt ab. Im Idealfall, sagt der Aktivist Brice Delagneau. Marcel Bwazo ist der Mann, der den Kakao der Elfenbeinküste auf die Reise schickt - mit seiner Unterschrift gibt er die Containerladungen frei. Sehr schmächtig ist er, trägt löchrige Jeans, ein verschmiertes orangefarbenes Fußball-Trikot der "Elefanten", der ivorischen Nationalmannschaft. Zertifikate seien oft nur Augenwischerei, meint Brice Delagneau, auf jeden Fall seien sie kein Wundermittel, mit dem sich die Lebensbedingungen auf den Plantagen verändern ließen. Landwirtschaftsminister Mamadou Sangafowa dementiert das: "Die Regierung setzt sich derzeit mit Reformen dafür ein, dass der Bauer einen fairen Anteil am Ertrag bekommt. Mensch und Natur zahlen einen hohen Preis für den Boom. San Pedro ist das Tor zur Welt. Auf den Kakaoplantagen an der Elfenbeinküste arbeiten Kinder und Jugendliche unter prekären Bedingungen. "Der Druck auf den Park wird weiter zunehmen, da bin ich ganz sicher. Aber der Preis für das Kilo Kakao bleibt niedrig. Andrea Wilhelmi-Somé, Projektleiterin der GIZ: "Es gibt ja hier sozusagen Staatswälder, wo Kakao angebaut wird. Ein Biosphärenreservat, mehr als 50.000 Fußballfelder groß. Ursachen für Kinderarbeit. Die hohe Feinstaubbelastung besonders jetzt im Winter erschwert den Krankheitsverlauf und erhöht die Sterberate der Betroffenen. Dazu gehört die ausgeprägte Armut der Bauern, die auch durch Zertifizierungsprogramme kaum gelindert wird. Und dann ist auch noch Festivalsaison in Indien. In einem weißen Kittel steht er vor einer schier endlosen Wand von braunen Säcken. Oder sie haben mit zehn, 12 Jahren schon eine Glatze, vom schweren Tragen auf dem Kopf. Nach Europa, nach Russland, in andere afrikanische Länder. Dabei versprachen die Produzenten, Kinderarbeit um 70 Prozent zu verringern. Voraussetzung sei aber, dass die Industrie am selben Strick ziehe. Die Elfenbeinküste produziert derzeit fast zwei Millionen Tonnen Kakao im Jahr - davon kommt mehr als ein Drittel aus Plantagen, die in eigentlich geschützten Tropenwäldern liegen. Das ist das Problem - dieser in weiten Teilen undurchsichtige Prozess der Produktionskette - vom Kakaobaum bis zum Hafen. Achttausend Kinder habe man in fünf Jahren von der Geissel der Kinderarbeit befreit, steht darin. Hier gibt es in Côte d’Ivoire noch erheblichen Nachholbedarf, gerade in den betroffenen Kakaoanbaugebieten. Wir haben hier leider nicht die Mittel, um Druck auszuüben - damit die Hersteller wirklich zur nachhaltigen Entwicklung beitragen. Als hätte man ihm eingebläut, er solle dieses Alter angeben, wenn er danach gefragt wird. Ungeachtet der Frage, wie «echt» der Wille dieser Akteure zu umfassenden Verbesserungen tatsächlich ist, geben auch Kritiker zu bedenken, dass es einfache Lösungen nicht gebe – schon gar nicht im Eiltempo. ", Mathis Gesicht ist aufgequollen von den Chemikalien, mit denen er täglich hantiert (Deutschlandradio / Alexander Göbel). Made in Côte d'Ivoire! «Vieles ist Augenwischerei und Verzögerungstaktik», kommentiert ein ehemaliger Kakaohändler die Beteuerungen der Industrie. Copyright © Neue Zürcher Zeitung AG. Eine Studie der IITA ergab für die Elfenbeinküste, dass 87 % der Kinder die eigenen Kinder der Kakaofarmer sind oder den Farmer persönlich kennen. Und mir geht es darum, den Menschen hier klarzumachen, dass sie nicht nur den Rohstoff exportieren müssen, sondern ein fertiges Produkt: Schokolade, hier hergestellt, angemessen bezahlt! Schwere Krananlagen made in Germany, gut asphaltierte Straßen, Arbeiter in Sicherheitskleidung. Entscheidend aber ist die Umsetzung. Mehr, Kakao-Handel - Von Kinderarbeit und Zockern, Fair-Trade - Neues Label für Schoko-Produkte, Daniel Kehlmann über seinen Film „Das Verhör in der Nacht“. Eine auf Umfragen basierte Hochrechnung für Ghana und die Elfenbeinküste ergab, dass 2013/14 2,3 Mio. Mit einer Cadmium-Lösung. Eine Million Binnenflüchtlinge wurden vertrieben. «Die Schulschliessungen dürfen keine Entschuldigung dafür sein, die Rechte der Kinder zu missachten», heisst es darin. "Manche Kinder bekommen einen Buckel, andere wachsen schlecht, viele erleiden auch einen Leistenbruch von den viel zu schweren Säcken. Um zu verhindern, dass die Forstbehörde kommt, die Giganten fällt und damit die Plantagen beschädigt, vergiften die Bauern die Bäume. Die ivoirische Regierung hat die Kakaobauern jüngst in einem Schreiben daran erinnert, dass Kinderarbeit strafbar sei. Sie sehen, dass sie hier Geld verdienen können mit dem Kakao - und sie lassen sich hier nieder. Obwohl die eigentlich nicht angetastet werden dürfen. Langsam, erzählt er, werde den Menschen klar: Kinder gehörten nicht auf die Plantage. der Kinder (+18 %) arbeiteten in Kinderarbeit, die jegliche Form von Gesundheit, Psyche oder Moral gefährdet. Wir müssen daran glauben, Vertrauen haben in das, was wir haben. Die Nachfrage steigt. Damit macht sie sich zur Fürsprecherin der Kleinbauern. Aber ein Teil der Parkfläche ist akut bedroht. Die Lösung des Problems habe für Präsident Alassane Ouattara höchste Priorität, versichern sie. Wo einmal Regenwald war, stehen heute nur noch nackte, graue Riesenstifte - in einem Meer von Kakaoplantagen. Die Bohnen müssen rein sein, es darf keine Verunreinigungen geben. Ein ganz anderes Bild bietet der Rohstoffhafen in der Lagune von San Pedro. Deswegen sind wir sehr streng, wenn wir die Qualität überwachen!". Gott habe das so gewollt, sagt er. Es geht ihnen auch um die aktuelle Fremdenfeindlichkeit in ihrem Land. Alles, was sie verdienen, geht für Spritzmittel drauf. Auf den Kakaoplantagen Ghanas und der Elfenbeinküste arbeiten Kinder bis zu 12 Stunden täglich. Frank Bremer, früher Landesdirektor der GIZ, heute Hotelbesitzer am Strand von San Pedro: "Profitiert haben hier vor allem die Oberschicht und die internationalen Schokoladenhersteller. Und wir wissen, dass die Kunden in aller Welt ein gutes Produkt erwarten. Pausen gibt es keine. Fakt ist auch: In den meisten Dörfern der Elfenbeinküste, in denen Kakao für die ganze Welt geerntet wird, gibt es keinen Strom, kein fließendes Wasser, keine Straßen, keine Schulen. Es werden auch Kinder aus den Nachbarländern Mali und Burkina Faso in die Elfenbeinküste verkauft, um dort auf den Plantagen zu arbeiten. Laut einem NGO-Bericht ist die Schokoladeindustrie weit davon entfernt, das Problem in den Griff zu bekommen. Bwazo arbeitet für die staatliche Kakao-und Kaffeebehörde. «Geht auf die Felder, und schaut selbst: keine Kinderarbeit», wiederholt der Mann zig Mal. Deshalb können viele Kleinbauern noch immer nicht vom Kakao leben. Mathis wuchtet einen braunen 50-Kilo-Sack mit Kakaobohnen vom Rücken und wirft ihn auf eine riesige schwarze Plastikplane. Auf jeden Fall aber haben viele Kinder Haltungsschäden.". «Mittlerweile ist den meisten klar, dass es umfassende Programme braucht, die an den Wurzeln des Problems ansetzen», sagt die Vertreterin einer Nichtregierungsorganisation (NGO) in Abidjan. Und da wird sich sicher in Zukunft was ändern müssen, und die Bauern artikulieren das ja auch immer stärker, dass sie faire Preise bekommen - damit sie mit dem Geld, das sie haben, nicht nur überleben, sondern auch ihren Betrieb entwickeln können.". Sie müssen Kakaobohnen über die Grenze nach Ghana schmuggeln oder nebenbei Gemüse anbauen, um ihre Familien zu ernähren. Auf jeden Fall: Ein Milliardengeschäft. Bauern erhalten für ihre Ernte oft weniger als den vom Staat garantierten Fixpreis von derzeit umgerechnet 1,30 Euro. Aber ich habe sie noch nie probiert.". Weil der Preis so günstig war. Die soll lecker sein, ganz süß. Bei den Wahlen am Sonntag war die Kernfrage: Soll die Regierung mit den Terroristen verhandeln?Mehr, Unter den jüngeren Tschechen ändert sich die Sicht auf die Sudetendeutschen, die 1945 aus Tschechien vertrieben wurden. Will heissen: Nur wenn es allen bessergeht, wird es auch den Kindern bessergehen. Hier im Regenwald der Elfenbeinküste ist es feucht und heiß, sicher 30 Grad. Wenn Du dort eine Plantage aufbauen willst, zahlst Du an die Behörde, keiner stellt Fragen, und Du hast Dein Feld - mit fruchtbarem Boden, mitten im Naturschutzgebiet!". Doch Kinderarbeit ist in der Landwirtschaft eher die Regel als die Ausnahme, und besonders auf den Kakaoplantagen müssen Kinder mithelfen - laut ILO sind es derzeit rund 800.000 - allein in der Elfenbeinküste. Aber wer will das hier draußen im Busch schon kontrollieren, wo es so gut wie keine Straßen gibt. Doch die Aufarbeitung der Geschichte stößt auf Widerstände.Mehr, Über 500.000 Corona-Infizierte gibt es in Neu-Delhi derzeit. Nachgewiesen sind auch Fälle von Kinderhandel: Kleine Lohnsklaven, zwischen fünf und fünfzehn Jahren alt, werden nach wie vor in Burkina Faso oder in Mali gekauft - und landen auf den Plantagen in der Elfenbeinküste. «Das gibt es nicht», hört man oft in Côte d’Ivoire – nicht nur auf den Kakaofeldern. Er rutscht nur noch auf dem Boden herum und sitzt zu Hause. Damit nicht genug. Nach dem Fermentieren müssen sie noch trocknen. Statt zur Schule zu gehen, schuftet Mathis in einer Kakao-Kooperative nahe der Grenze zu Liberia. Im Weltzeit-Podcast hören Sie regelmäßig, wie sich andere Länder entwickeln: Konflikte, Fortschritte, Besonderheiten abseits der hiesigen Schlagzeilen. «Vieles ist schlicht Fassade», Illegale Plantagen, korrupte Kontrolleure und Minderjährige mit Macheten: Die Welt, aus der unsere Schokolade kommt, dürfte es gar nicht geben, Fabian Urech, Kouadiokro (Text und Bilder), Noch immer arbeiten über zwei Millionen Kinder auf den Kakaoplantagen Westafrikas. Entweder ich schleppe Säcke mit Kakaobohnen, oder ich bin im Wald, dann helfe ich beim Spritzen der Bäume, oder bei der Ernte - dann sammle ich Kakaofrüchte auf und trage sie in Säcken aus dem Wald. Gleichermassen zuversichtlich gibt sich die ivoirische Regierung. "Die Weißen, die Europäer, die machen Schokolade daraus. "Wenn wir den Park nicht bewachen würden, gäbe es ihn längst nicht mehr. Das ist – selbst wohlwollend betrachtet – äusserst bescheiden. eine Tonne Kakao an den großen, und der verkauft alles zusammen weiter. Mehr als eine Million Kinder auf den Kakaoplantagen, Fehlt der politische Wille? Denn möglicherweise zahlt der Hersteller so wenig, dass die Bauern ihre Kinder nicht zur Schule schicken können, und dann arbeiten diese Kinder auf der Plantage mit! Jedes Jahr werden 200.000 Hektar Wald gerodet. Sie ist "Maître Chocolatier" - die erste und bislang einzige Schokoladenmeisterin in ganz Westafrika. Es gibt da immer wieder schlimme Beispiele von Entzündungen und Lähmungen. Besonders betroffen sind Ghana und Côte d’Ivoire. «Die Dinge werden sich nun Schritt für Schritt verbessern», heisst es. Im Krankenhaus konnten sie dann nichts mehr tun, und der Junge kann heute nicht mehr laufen. ", Kakao-Anbau an der Elfenbeinküste: Arbeiterin spaltet eine Kakaobohne (Deutschlandradio / Alexander Göbel). Der Wert des braunen Goldes lässt sich kaum schätzen. Das geht, weil alle korrupt sind, vor allem diejenigen, die die Wälder verwalten, die Präfekte, die Beamten. "Es gibt große Produzenten und kleine. In den letzten Jahren seien die Budgets der zuständigen Behörden deutlich erhöht, Abläufe verbessert, Kompetenzen erweitert, Gesetze angepasst worden. Jeder würde hier reingehen, alles abholzen und Landwirtschaft betreiben, es wäre ein Fest für die Kakaobauern und all diejenigen, die es werden wollen!". Dass es bis zu dieser an sich naheliegenden Erkenntnis zwanzig Jahre gedauert hat, scheint selbst Betroffene im Rückblick zu erstaunen. Dafür unterwerfen sich die Kleinbauern strengen Kriterien - sie müssen nachhaltig und umweltschonend anbauen, Kinderarbeit ist tabu. UNESCO-Weltnaturerbe. Die schwarzbraunen Kakaobohnen kommen gerade von der Plantage. Von hier aus wird der größte Teil der Reichtümer der Elfenbeinküste rund um den Globus verschifft: Holz, Kautschuk, Palmöl, Baumwolle, Kaffee - und sehr viel Kakao. Sie sind zwölf oder 13 Jahre alt, wenn sie verkauft werden. San Pedro - die Handelsstadt mitten im Herzen des Kakaoanbaugebiets im Westen der Elfenbeinküste. Das Geld, das der Staat mit dem Kakao verdient, versickert hier buchstäblich in riesigen Schlaglöchern, in denen die schweren Lkw steckenbleiben. Er reist durch die Kakao-Anbaugebiete der Elfenbeinküste und versucht, die Bauern über die Folgen der Kinderarbeit aufzuklären. Mehr als 700.000 Tonnen Kakaobohnen und vorveredelte Kakaomasse werden hier pro Jahr auf riesige Containerschiffe geladen - Tendenz immer weiter steigend. Selbst Industrievertreter gehen davon aus, dass in den letzten Wochen deutlich mehr Kinder auf den Feldern mitgearbeitet haben. Das alles müsse sich dringend ändern, findet Suzanne Kabbani, Chefin des "Maison du Chocolat Ivoirien" - der ersten Schokoladenmanufaktur der Elfenbeinküste. Dazu gehören die verbreitete Korruption und eine schlechte Infrastruktur. Nur bleibe vielen Bauern nichts anderes übrig, als billige kleine Arbeiter einzusetzen. 2,03 Mio. Eine Weiterverarbeitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung zu gewerblichen oder anderen Zwecken ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis von Neue Zürcher Zeitung ist nicht gestattet. Aber weil es immer weniger freie Fläche gibt, versuchen sie, Tropenwald zu roden, weil der Boden dort dann sehr fruchtbar ist. Er selbst kreidet der Kakaobranche immer wieder an, sie hätte gar kein Interesse an fairen Preisen und lasse sich nicht in die Karten schauen. «Es klingt seltsam, aber man hat lange schlicht nicht gründlich genug über das Problem nachgedacht», sagt eine Uno-Angestellte. Die gerät ins Grundwasser, tötet die Iroko-Bäume und verwandelt sie in unbrauchbares Holz. Kinder in der Kakaoproduktion arbeiteten, was ein Zuwachs von 24 % im Vergleich zu 2008/09 bedeutet. "Kakao ist das wichtigste Produkt der Elfenbeinküste. Jetzt bin ich hier und versuche, irgendwie zu überleben.". Wir arbeiten hier immer von sieben Uhr morgens bis sieben Uhr abends. Das Versprechen, die Kinderarbeit auf den ivoirischen Kakaoplantagen zu beseitigen, ist zwanzig Jahre alt. Der Kakao der Elfenbeinküste geht als Rohstoff in alle Welt - Schokolade wird anderswo daraus gemacht. Ein Junge, zehn Jahre alt, der beste Schüler seiner Klasse, der hatte sich bei der Kakaoernte ins rechte Bein gehackt, dann hat sich die Wunde entzündet. Die Kooperative ist eigentlich zertifiziert, trägt ein Gütesiegel. Meist werden sie dazu gezwungen, auf den Kakao plantagen zu schuften. Gütesiegel wie Fairtrade, Rainforest Alliance oder UTZ sollen dazu führen, dass die Kakaobauern besser bezahlt werden. 5) 6) Henri Kahon, der Kakaobauer, verteidigt die schwere Arbeit seiner Söhne mit einem Argument, das man oft hört im Anbaugebiet: «Ich habe das so gemacht, nun machen es meine Kinder so.» Ihm sei egal, was die Leute dazu sagten, fügt er hinzu.

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